Was ist Glück? Ein Reklamespruch. Die amerikanische TV Serie "Mad Men" erzählt von Werbern und wie sie Anfang der Sechziger den Kapitalismus aufhübschten. Ein faszinierendes Stück Fernsehen - und der Top-Favorit bei der diesjährigen Emmy-Verleihung.
Donald Draper ist ein Bild von einem Mann, ein Enddreißiger mit 007-Appeal, aufstrebender Star einer Werbeagentur an der Madison Avenue, Ehemann einer entzückenden Frau und Vater zweier süßer Kinder. Draper verkörpert den amerikanischen Traum der frühen sechziger Jahre. Dazu gehört neben einer Reihe von Affären mit schönen, gefährlichen Frauen auch die lässige Ausblendung einer dunklen Vergangenheit.
In Mad Men, bei der heutigen Emmy-Verleihung für sagenhafte 16 Preise nominiert, ist Stil das oberste Gebot. Allein Ausstattung und Kameraarbeit machen die Serie zum wohl schönsten Stück Fernsehen seit seiner Erfindung. Die Garderobe ist Augenschmaus und historischer Anschauungsunterricht: ob aufregend-hautenges Bürodress, adrette Hausfrauen-Outfits oder Coco-Chanel-Kostüme, selten wurde eine Ära so akkurat und zugleich sinnlich für den Bildschirm rekonstruiert (...mehr)